Literatur

Baum, Achim / Langenbucher, Wolfgang R. / Pöttker, Horst / Schicha, Christian (Hrsg.) (2005): Handbuch Medienselbstkontrolle. Wiesbaden.
Der im Auftrag des Vereins zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle (FPS) herausgegebene Band umfasst Selbstdarstellungen der Medienkontrollinstanzen in Deutschland. Sie werden ergänzt durch Texte von Fachleuten, die die Arbeitsweise und Wirksamkeit der publizistischen Selbstkontrolle kritisch reflektieren. Das Buch eignet sich für die Forschung und Lehre im Bereich Medienrecht und Medienethik und kann in der Journalistenausbildung sowie als Nachschlagewerk für die praktische Arbeit in Redaktionen und Ausbildungsstätten eingesetzt werden.

Boventer, Hermann (Hrsg.) (1988): Medien und Moral. Ungeschriebene Regeln des Journalismus. Konstanz.
Aus einer dezidiert individualethischen Perspektive berichten Journalistinnen und Journalisten wie Franz Alt, Reinhard Appel und Carmen Thomas über relevante Geschichten aus ihrem Arbeitsalltag im Spannungsfeld zwischen normativen Ansprüchen und praktischen Sachzwängen.

Debatin, Bernhard / Funiok, Rüdiger (Hrsg.) (2003): Kommunikations- und Medienethik. Grundlagen – Ansätze – Anwendungen. Konstanz.
Der Sammelband erörtert Basisformen, Einzelansätzen und konkrete Umsetzungen der Kommunikations- und Medienethik. Neben sprachphilosophischen und verantwortungsethischen Konzeptionen richtet sich der Blick auf theoretische Konzeptionen u.a. von Luhmann und Habermas. Der journalistische Praxisbezug blickt exemplarisch auf Medienselbstkontrollinstanzen, politische Talkshows sowie Formen und Ausprägungen provokativer Werbung.

Duve, Freimut / Haller, Michael (Hrsg.) (2004): Leitbild Unabhängigkeit. Zur Sicherheit publizistischer Verantwortung. Konstanz.
Zunächst werden die Relevanz der journalistischen Unabhängigkeit und die Widerstände dagegen skizziert. Weiterhin werden Konzepte zur Sicherung der redaktionellen Unabhängigkeit aufgezeigt, woran sich Fallstudien und Lösungsansätze aus der Medienpraxis (z.B. beim WAZ-Konzern, Axel Springer) anschließen. Im Anhang finden sich Texte zur Sicherheit der Unabhängigkeit von der OSZE über US-amerikanische Presseverlage bis hin zu Texten deutscher Presse-Unternehmen.

Eberwein, Tobias / Fengler, Susanne / Lauk, Epp / Leppik-Bork, Tanja (Hrsg.) (2011): Mapping Media Accountability – in Europe and Beyond. Köln.
Was bewirkt die Medienselbstkontrolle? Sind etablierte Instrumente wie Presseräte oder Ombudsleute angesichts des aktuellen Medienumbruchs noch zeitgemäß? Welche Rolle kann das Social Web zur Förderung von Vertrauen und Transparenz im Journalismus spielen? Diese Fragen beantwortet der Sammelband in komparativer Perspektive. 14 Länderberichte analysieren aktuelle Entwicklungen im Bereich der Medienselbstregulierung in Ost- und Westeuropa – und in der arabischen Welt. Gleichzeitig bietet das Buch, das aus dem internationalen Forschungsprojekt “Media Accountability and Transparency in Europe” (MediaAcT) hervorgegangen ist, Denkanstöße zur Weiterentwicklung einer Theorie der journalistischen Kulturen.

Filipovic, Alexander / Jäckel, Michael / Schicha, Christian (Hrsg.) (2012): Medien- und Zivilgesellschaft. Weinheim.
In dem Buch werden die Möglichkeiten und Strategien der Zivilgesellschaft diskutiert, die medienethisches Handeln fördern. Weiterhin geht es um Aspekte konstruktiver Konzepte zur Herstellung von Öffentlichkeit und Möglichkeiten der Qualitätssicherung von Informationen. Dabei wird auch die Rolle des Publikums im Rahmen sozialer Netzwerke und des Journalismus sowie die der Medienselbstkontrollinstanzen erörtert. Schließlich werden Perspektiven aufgezeigt, die Kernkompetenzen der zivilgesellschaftlichen Konfliktregelung umfassen.

Förg, Birgit (2004): Moral und Ethik der PR. Grundlagen – Theoretische und empirische Analysen – Perspektiven. Wiesbaden.
Die Dissertation der Autorin beschäftigt sich nicht nur mit konkreten Formen und Ausprägungen einer PR-Ethik und den entsprechenden Kodizes, sondern richtet den Blick auch auf konkrete terminologische Bestimmungen der Moralphilosophie. Sie skizziert Typen ethischer Theorien und Methoden und nimmt eine Abgrenzung der PR zu Marketing, Werbung, Propaganda und Journalismus vor. Ergänzt wird die Arbeit durch Interviews mit PR-Praktikern, um dem Anspruch gerecht zu werden, theoretische Grundlagen einer PR-Ethik mit anwendungsorientierten Inhalten zu kombinieren.

Funiok, Rüdiger (Hrsg.) (1996): Grundfragen der Kommunikationsethik. Konstanz.
Der Sammelband des Münchener Hochschullehrers und Sprecher vom Netzwerk Medienethik richtet zunächst den Blick auf die grundlegende Grundnorm der Wahrhaftigkeit. Weiterhin werden systemtheoretische und diskursethische Ansätze für die Medien- und Kommunikationsethik diskutiert, bevor die Verantwortung der Rezipienten erörtert wird.

Funiok, Rüdiger (2007): Medienethik. Verantwortung in der Mediengesellschaft. Stuttgart.
Die Monographie ist als Einführung für Studierenden der Kommunikationswissenschaft und Philosophie vorgesehen und beschäftigt sich mit Begründungen und Argumentationsweisen der Medienethik, Formen der Medienordnung und Medienpolitik sowie Aspekten der Publikums- und Nutzerethik. Zudem werden aktuelle Fragen der Unternehmensethik ebenso angesprochen wie Herausforderungen an eine Internetethik.

Funiok, Rüdiger / Schmälzle, Udo F. / Werth, Christoph H. (Hrsg.) (1999): Medienethik – die Frage der Verantwortung. Bonn.
Der von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebene Sammelband skizziert systematische Zugänge zur Medienethik und beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Ethik und Politik. Es werden unternehmensethische Herausforderungen ebenso angesprochen wie die Rolle der journalistischen Ethik in der Informationsgesellschaft. Zudem werden Texte und Dokumente von der Enquete Kommission über das Netzwerk Medienethik bis hin zur Europäischen Kommission vorgestellt.

Gerhardt, Rudolf / Pfeifer, Hans-Wolfgang (Hrsg.) (2000): Wer die Medien bewacht, Medienfreiheit und ihre Grenzen im internationalen Vergleich. Beiträge zur Medienethik. Band 5. Frankfurt am Main.
Nachdem in den ersten vier Bänden der von Wolfgang Wunden herausgegebenen Reihe „Beiträge zur Medienethik“ ausschließlich der deutschsprachige Raum untersucht worden ist, wird hier ein internationaler Vergleich vorgenommen. Neben Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Schweden, Finnland, Bulgarien und Russland und den USA werden auch Deutschland, Österreich und die Schweiz betrachtet. Dabei geht es u.a. um die Pressefreiheit, Einschränkungen der Privatsphäre sowie die Rolle der Medienselbstkontrollinstanzen.

Gottberg, Joachim von / Prommer, Elisabeth (Hrsg.) (2008): Verlorene Werte? Medien und die Entwicklung von Ethik und Moral. Konstanz.
Die Publikation setzt sich mit Spielfilmen, Daily Soaps, Talkshows und Dokumentationen auseinander, die Kindern und Jugendlichen neben den klassischen Sozialisationsinstanzen Werte und Normen vermitteln. Es wird die Frage diskutiert, welche Rolle unterschiedliche Medien bei der Vermittlung neuer Werte spielen. Konkret geht es u.a. um jugendkulturspezifische Ausprägungen vom Hip-Hop und Rap über Lebenshilfeformate bis hin zu Computerspielen und Actionfilmen.

Greis, Andreas (2001): Identität, Authentizität und Verantwortung. Die ethischen Herausforderungen der Kommunikation im Internet. München.
Die Dissertation des Tübinger Theologen beschäftigt sich mit der Einordnung der Internetethik zwischen der Medien- und Computerethik. Er richtet den Blick auf die medialen und kommunikativen Aspekte und differenziert zwischen den Internetdimensionen als Kommunikationsraum, Handlungsraum und virtuellem Raum. Ethische Analysekategorien werden von Greis auf den Ebenen der Authentizität. Verantwortung und Identität angesiedelt.

Greis, Andreas / Hunold, Gerfried W. / Koziol, Klaus (Hrsg.) (2003): Medienethik. Tübingen, Basel.
Der für den schulischen und universitären Unterricht vorgesehene Sammelband betrachtet Fernsehen, Internet und Zeitung aus einer medienethischen Perspektive. Nach einer allgemeinen Bestandsaufnahme werden im Werkteil grundlegende medienethische Problemfelder auf den Ebenen der Produktion, Distribution und Rezeption aufgezeigt. Zudem wird ein Ausblick auf das Selbstverständnis einer medienimmanenten Ethik gegeben bevor abschließend Problemzugänge zur ethischen Reflexion medialer Kommunikation skizziert werden.

Haller, Michael / Holzhey, Helmut (Hrsg.) (1994): Medien-Ethik. Beschreibungen, Analyse, Konzepte für den deutschsprachigen Journalismus. Opladen.
Journalisten und Medienforscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erörtern mit Philosophen, Historikern und Journalisten ethische Fragen des Journalismus und die Optionen einer Berufsmoral für Medienmacher. Neben den Ergebnisse der Kommunikations- und Medienforschung für die Ethikdebatte wird das journalistische Handeln in der Praxis reflektiert bevor die normierende Kraft des Medienrechtes und Perspektiven des Medienwandels erörtert werden.

Hausmanninger, Thomas / Capurro, Rafael (Hrsg.) (2002): Netzethik. Grundlegungsfragen einer Internethik. München.
Der erste Band der Schriftenreihe des International Center für Information Ethics (ICIE) beschäftigt sich mit unterschiedlichen theoretischen und methodischen Zugängen einer Internetethik. Hierbei werden existenzial-ontologische, anthropologische, symbolphilosophische, semiotische und strukturhermeneutische Herangehensweisen gegenüber gestellt Zudem werden politische Ansätze aus der Institutionenethik, der Diskursethik und des kontextuellen Liberalismus als Basis für eine Ethik im Internet vorgelegt.

Heyd, Frank M. (2011): Werbeselbstkontrolle. Ein Vergleich der freiwilligen Selbstkontrolle in den USA und Deutschland. Wiesbaden.
Das Buch erschließt in einem breiten theoretischen Zugriff das Konzept der Werbeselbstkontrolle als ein ethisches Querschnittsthema und bemisst dessen Bedeutsamkeit für die Ethik. Diese ethische Perspektive unterscheidet die Arbeit von bisherigen, vorwiegend rechtswissenschaftlichen Zugängen zum Thema. Der Vergleich der Werbeselbstkontrollsysteme in den USA und Deutschland beschränkt sich nicht allein auf die Beschreibung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede, sondern es werden Grenzen und Potentiale der Werbeselbstkontrollsysteme – im Lichte des jeweiligen politisch-kulturellen Kontextes – aufgezeigt.

Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses / Deutscher Presserat (Hrsg.) (2005): Ethik im Redaktionsalltag. Konstanz.
Im ersten Teil des Sammelbandes werden grundlegende Fragen journalistischer Ethik reflektiert. Journalisten wie Franziska Augstein, Michael Naumann, Heribert Prantl und Udo Röbel stellen daran anknüpfend selbstkritisch Verstöße gegen ethische Grundsätze vor. Teil 2 diskutiert Beispiele der Berichterstattung in den Printmedien, die im Beschwerderat des Deutschen Presserat eine Rolle gespielt haben. In diesem Kontext werden auch Stellungnahmen der betroffenen Redaktionen zu den ausgewählten Fällen vorgestellt.

Jansen, Gregor M. (2003): Mensch und Medien. Entwurf einer Ethik der Medienrezeption. Frankfurt am Main.
Die Dissertation des Theologen untersucht die Medienrezeption auf der Basis ethisch verantwortlichen Handelns. Dabei differenziert er zwischen Medienangeboten auf Basis von Information, Bildung und Animation. Seine Ethik der Medienrezeption geht dabei von einem Nutzeransatz aus, die auf der Frage einer verantwortlichen Mediennutzung basiert.

Kuhlen, Rainer (2004): Informationsethik. Umgang mit Wissen und Informationen in elektronischen Räumen. Konstanz.
Die Monographie des Konstanzers Hochschullehrers widmet sich der Frage, inwiefern der zunehmende Einfluss von Informationstechnologien traditionelle Ethik-Theorien in Frage stellt. Es wird erörtert, ob das Eigentum von Wissen aufgrund der neuen Entwicklungen neu definiert werden sollte. Hierbei werden Menschenrechte, Kommunikationsfreiheit und Kommunikationsrechte in der Informationsgesellschaft ebenso diskutiert wie Aspekte der Privatheit in elektronischen Räumen. Zudem werden Grundzüge einer Wissensökologie skizziert, die sich an Nachhaltigkeitsmaximen orientieren.

Karmasin, Matthias (Hrsg.) (2002): Medien und Ethik. Stuttgart.
Die Publikation gibt einen Überblick über mediale Wertfragen, widmet sich der Medienqualität zwischen Empirie und Ethik und erörtert die Organisation medienethischer Entscheidungsprozesse. Weiterhin werden medienpädagogische und theologische Ansätze zur Medienethik, u.a. durch die Fokussierung auf die Mediengewalt skizziert. Zudem wird die Rolle der Medienmacher in dem Sammelband kritisch reflektiert.

Krainer, Larissa (2001): Medien und Ethik. Zur Organisation medienethischer Entscheidungsprozesse, München.
Die Habilitationsschrift der Philosophin widmet sich den Verantwortlichkeiten und Organisationsformen der Medienethik. Nach einem Blick auf die Grund- und Freiheitsrechte geht sie auf ökonomische Rahmenbedingungen ein. Sie differenziert weitergehend zwischen der Ideal- und Praxisebene. Im Rahmen einer theoretischen Reflexion werden u.a. diskursethische Aspekte in Anlehnung an Habermas diskutiert, bevor abschließend im Rahmen eines mehrdimensionalen Modells die Organisation ethischer Entscheidungsprozesse reflektiert wird.

Leschke, Rainer (2001): Einführung in die Medienethik. München.
Die Monographie des Siegener Hochschullehrers unternimmt eine grundlegende theoretische Bestimmung der Medienethik unter Rekurs auf das Mediensystem. Die Funktionen von Normen werden in diesem Kontext systematisch reflektiert, wobei die Ausgabe der Medienethik u.a. im Rahmen ihrer Steuerungsfunktion erörtert wird.

Lilienthal, Volker (Hrsg.) (2009): Professionalisierung der Medienaufsicht. Neue Aufgaben für Rundfunkräte – Die Gremiendebatte in epd medien. Wiesbaden.
Die Publikation richtet einen kritischen Blick auf die konkrete Ausgestaltung der Gremienaufsicht durch Rundfunkräte bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbietern. Wissenschaftler, Medienpolitiker, Gremienvorsitzende, Intendanten und Medienjuristen äußern sich zu Fragen, ob die Gremien ihrer Kontrolle angemessen nachkommen oder nicht. Zudem wird diskutiert, ob eine Professionalisierung ehrenamtlicher Rundfunkaufsicht erforderlich ist. Zahlreiche Autoren sehen die Notwendigkeit von Reformen, fordern eine demokratischere Ausgestaltung und mehr Konfliktbereitschaft.

Müller, Christian (2001): Medien, Macht und Ethik. Zum Selbstverständnis der Individuen in der Medienkultur. Wiesbaden.
Die Dissertation des Klagenfurter Kulturwissenschaftlers betrachtet Medienethik mit Bezug auf die Barschel-Affäre und das Geisel-Drama von Gladbeck bei der Mediennutzung als diskursives Geschehen, das sowohl Machtdimensionen beinhaltet als auch den sozialen Kontext aufzeigt, in dem die Individuen in der Gesellschaft agieren. Unter Rückgriff auf die Arbeiten von Foucaults gerät hierbei das Selbstverhältnis des Einzelnen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Müller, Michael (1997): Investigativer Journalismus. Seine Begründung und Begrenzung aus der Sicht der christlichen Ethik. Münster.
Die umfangreiche Dissertation des Theologen beschäftigt sich mit ethischen Aspekten des Boulevardjournalismus aus theologischer, juristischer und publizistikwissenschaftlicher Perspektive. Neben individualethische Ansätzen werden auch systemethische Formen und Ausprägungen einbezogen. Darüber hinaus werden explizit die Positionen zum investigativen Journalismus u.a. von Theologen wie Alfons Auer, Adrian Holderegger und Gerfried Hunold in die Analyse einbezogen.

Nida-Rümelin, Julian (1996): Angewandte Ethik. Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Stuttgart.
Der Sammelband des Philosophen und ehemaligen Kulturstaatsministers Nida-Rümelin richtet den Fokus auf unterschiedliche Bereichsethiken. Neben der Politischen Ethik, der Wirtschafts- und Wissenschaftsethik nimmt auch die Journalistische Ethik in dem Aufsatz von Will Teichert einen breiten Raum ein. Neben journalistischen Regelverstößen werden hier individualethische Maximen, professionsethische Maßstäbe sowie Formen und Ausprägungen der Institutionen- und Publikumsethik voneinander abgegrenzt.

Pohla, Anika (2006): Medienethik. Eine kritische Orientierung. Frankfurt am Main.
Die Dissertation der Hamburger Philosophin richtet den Blick auf die medienethisch relevanten Problemkomplexe der journalistischen Arbeit und ihren organisatorischer Abläufe, Formen und Ausprägungen des Mediensystems sowie das Internet. Sie diskutiert grundlegende Werte- und Normenfragen und definiert potentielle Adressaten medienethischer Imperative. Zudem werden u.a. normativ-ontologische, systemtheoretische, diskursethische und kommunitaristische Ansätze miteinander verglichen bevor der Themenkomplex „Medien und Menschenwürde“ reflektiert wird.

Pöttker, Horst / Schwarzenegger, Christian (Hrsg.) (2010): Europäische Öffentlichkeit und journalistische Verantwortung. Köln.
2009 trafen sich in Wien europäische Medienexperten aus Ost und West, um das Für und Wider journalistischer Selbstkontrolle auf europäischer Ebene zu erörtern. Der im Auftrag des Vereins zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle (FPS) herausgegebene Sammelband führt die Beiträge der Wiener Tagung zusammen.

Rath, Matthias (Hrsg.) (2000): Medienethik und Medienwirkungsforschung. Wiesbaden.
Der Sammelband widmet sich dem Empiriebedarf der Medienethik. Zur Fundierung medienethischer Leitlinien wird auf Ergebnisse der Medienwirkungsforschung u.a. am Beispiel von Gewaltdarstellungen im Fernsehen zurückgegriffen. Darüber hinaus werden Aspekte der Internetethik und Publikumsethik sowie der Ethik der Medienmacher bei der Ausbildung skizziert.

Reisewitz, Perry (Hrsg.) (2008): Pressefreiheit unter Druck. Gefahren, Fälle, Hintergründe. Wiesbaden.
Der Blick der Publikation richtet sich auf konkrete Fälle, in denen die Pressefreiheit missachtet worden ist. Neben dem Cicero-Fall wird u.a. auch die Festnahme eines Journalisten in Russland thematisiert. Es wird deutlich dass Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit nicht nur in totalitären Staatsformen, sondern auch in Demokratien immer wieder eingefordert und durchgesetzt werden müssen. Zur Problematik äußern sich u.a. Printjournalisten des Cicero, des Focus und der Süddeutschen Zeitung.

Roegele, Otto B. (2000): Plädoyer für publizistische Verantwortung. Beiträge zu Journalismus, Medien und Kommunikation. Konstanz.
Der Band versammelt Aufsätze aus vier Jahrzehnten des ehemaligen Münchener Hochschullehrers und Herausgeber der Rheinischen Post. Der Autor widmet sich hierbei grundlegenden normativen Fragen zu Werten der Kommunikationspolitik, Wahrheit und Kommunikationsfreiheit. Zudem beschäftigt sich Roegele mit der nationalsozialistischen Propaganda und dem Begriff der Öffentlichkeit.

Scheule, Rupert M. / Capurro, Rafael / Hausmanninger, Thomas (Hrsg.) (2004): Vernetzt gesprochen. Der Digital Divide in ethischer Perspektive. München.
Im Band 3 der Schriftenreihe des International Center for Information Ethics richtet sich der Blick auf die Frage der gerechten Verteilung zur digitalen Kommunikation, da die Vernetzung auch zur Spaltung führt. Gesucht wird eine ethische Verortung, die auf Basis von diskursethischen, gerechtigkeitsethischen, ästhetischen, systemtheoretischen und kulturtheoretischen Zugängen diskutiert werden kann.

Schicha, Christian / Brosda, Carsten (Hrsg.) (2000): Medienethik zwischen Theorie und Praxis. Normen für die Kommunikationsgesellschaft. Münster.
Der Band vermittelt philosophische Grundlagen, die sich auf Ethikkonzeptionen der Journalistik übertragen lassen. Dabei werden medienethische Bezüge zur Politikvermittlung, Ökonomie und Ästhetik ebenso hergestellt wie Reflexionen der freiwilligen Medienselbstkontrolle im internationalen Vergleich.

Schicha, Christian / Brosda, Carsten (Hrsg.) (2010): Handbuch Medienethik. Wiesbaden.
Hier werden medienethisch relevante Begriffe und Konzeptionen vorgestellt. Es werden Fundamente und Stützfeiler medienethischen Denkens und Handelns analysiert. Dabei werden Begründungen. Institutionen, Grenzbereiche, Anwendungs- und Spannungsfelder sowie Länderperspektiven dargestellt und reflektiert.

Schütz, Martin R. (2003): Journalistische Tugenden. Leitlinien einer Standesethik. Opladen.
Die Dissertation beschäftigt sich mit den Rollenanforderungen, denen Medienschaffende in liberalen Demokratien gerecht werden müssen. Dabei werden u.a. konkrete Ausprägungen des Boulevardjournalismus mit philosophischen Leitlinien der Gerechtigkeit, Besonnenheit, Tapferkeit, Weisheit und Klugheit sowie Wahrheit und Offenheit in Verbindung gebracht.

Stapf, Ingrid (2006): Medien-Selbstkontrolle. Ethik und Institutionalisierung. Konstanz.
Die Autorin untersucht die Medien-Selbstkontrolle im Rahmen des für die Medienethik typischen Spannungsfeldes von Ideal- und Praxisebene. Sie postuliert die Notwendigkeit eines vernetzten Modells der Medien-Selbstkontrolle auf den Ebenen Individuum, Unternehmen, Profession und Öffentlichkeit. Der Blick auf Institutionen der Medien-Selbstkontrolle in den USA erlaubt eine Diskussion der Institutionalisierung von Medien-Selbstkontrolle auch in Deutschland, um mediale Verantwortung einzufordern und zu ermöglichen.

Thomaß, Barbara (1998): Journalistische Ethik. Ein Vergleich der Diskurse in Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Opladen.
Die Bochumer Hochschullehrerin hat in ihrer Dissertation länderübergreifend mit der Ethik im Journalismus beschäftigt. Die vergleichende Vorgehensweise basiert u.a. auf qualitativer Expertenbefragung. Die Auffassungen zum Standard der journalistischen Ethik in den einzelnen Ländern werden dabei jeweils anhand der Kategorien Problembeschreibungen, Ursachenanalyse und Lösungsperspektiven zusammengetragen.

Thomaß, Barbara (2009): Ethik der Kommunikationsberufe – Journalismus – PR – Werbung. Wiesbaden.
Das Lehrbuch führt auf der Basis kommunikationswissenschaftlicher Grundlage in die Theorie, Methodik und das Leistungsvermögen der Medienethik ein. Es wendet die grundlegenden Erkenntnisse der Medienethik auf relevante Berufsfelder in den Medien und liefert Orientierungswissen für künftige Angehörige dieser Berufsfelder, das sich an der Berufspraxis ebenso orientiert wie an begründeten normativen Erfordernissen. Die Monographie vermittelt: Kenntnisse der kommunikationswissenschaftlichen und philosophischen Begründungszusammenhänge der Medienethik, ein differenziertes Verständnis der Anwendungsproblematik von Medienethik in der beruflichen Praxis und ihren Strukturzusammenhängen sowie Handlungsorientierungen für die Praxis der Medienberufe.

Voß, Peter (1998): Mündigkeit im Mediensystem. Hat Medienethik eine Chance? Anmerkungen eines Verantwortlichen zur Theorie und zur Praxis der Massenmedien. Baden-Baden.
Das Buch des damaligen Intendanten des Südwestfunks setzt sich zahlreichen medienethisch relevanten Problemfeldern auseinander. Er diskutiert die neue Rolle der Öffentlichkeit durch Multimediaentwicklungen, skizziert die bildungsrelevanten Probleme des „Informationsmüll“, beschreibt Normverletzungen in Bezug auf den Persönlichkeitsschutzes und kritisiert politische Inszenierungen. Darüber hinaus problematisiert er die Aufgabe der Medienkontrolle.

Weischenberg, Siegfried (2004): Journalistik. Band 1: Mediensysteme, Medienethik, Medieninstitutionen. 3. Auflage. Wiesbaden.
Die Monographie skizziert den Normenkontext des Journalismus und betrachtet in diesem Zusammenhang die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Medienkommunikation. Dabei richtet sich der Blick auf Aspekte der Pressefreiheit und Medienvielfalt und erörtert ethische und professionelle Standards. Darüber hinaus werden Steuerungsinstanzen und Medienaffären wie die gefälschten Hitler-Tagbücher und das Gladbecker Geiseldrama diskutiert.

Weischenberg, Siegfried / Loosen, Wiebke / Beuthner, Michael (Hrsg.) (2006): Medien-Qualitäten. Öffentliche Kommunikation zwischen ökonomischem Kalkül und Sozialverantwortung. Konstanz.
Die Texte des Sammelbandes gehen zurück auf die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft 2005 in Hamburg zum Thema „Medien-Qualitäten“. Ein Kapitel der Publikation widmet sich dem Verhältnis zwischen Medienkritik und Medienethik. Hier geht es u.a. um Aspekte der Irakkriegsberichterstattung, ethischen Normen und Infrastrukturen der Qualitätssicherung im Rundfunk sowie um eine ethische Analyse im Qualitätsmanagement.

Wiegerling, Klaus (1998): Medienethik. Stuttgart, Weimar.
Nach einer Grundlegung der medienethischen Problematik wendet sich der Autor medientheoretischen Positionen von Eisenstein über Flusser, Habermas und Luhmann bis hin zu McLuhan und Baudrillard zu. Zudem beschäftigt er sich mit medienethischen Zugängen im Journalismus, beim Recht, der Information und Dokumentation, der Wissenschaft, der Medienpädagogik und Kunst sowie der Informationsgesellschaft.

Wunden, Wolfgang (Hrsg.) (1998): Medien zwischen Markt und Moral. Beiträge zur Medienethik. Band 1. Frankfurt am Main.
Der erste Band der Reihe differenziert zwischen Konturen, Kriterien, Entwürfen, Konkretionen und Herausforderungen der Medienethik. Grundlegend wird nach dem Sinn der Information und dem Menschenbild in der Informationsgesellschaft gefragt. Neben dem Selbstverständnis der journalistischen Arbeit wird auch die Ethik der Medienproduktion angesprochen. Mit Blick auf die Rezeption werden auch Aspekte des Jugendschutzes und der Publikumsethik erörtert.

Wunden, Wolfgang (Hrsg.) (1994): Öffentlichkeit und Kommunikationskultur. Beiträge zur Medienethik. Band 2. Frankfurt am Main.
Band 2 beschäftigt sich u.a. mit Funktionen politischer Öffentlichkeiten, Ausprägungen der Fernsehdemokratie, fragt nach der Sicherung von Pluralismus und Transparenz, der Ausdifferenzierung der Öffentlichkeit durch den dualen Rundfunk sowie dem Verhältnis zwischen Privatheit und Öffentlichkeit. Schließlich werden auch normative Ansprüche an die Medienkompetenz sowie Aufgaben des investigativen Journalismus angesprochen.

Wunden, Wolfgang (Hrsg.) (1996): Wahrheit als Medienqualität. Beiträge zur Medienethik. Band 3. Frankfurt am Main.
Hier wird im dritten Teil das Spektrum von Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Lüge am Beispiel der Bildkommunikation ebenso reflektiert wie bei der Spruchpraxis des Deutschen Presserates. Neben grundlegenden Anmerkungen zur Medienwirklichkeit richtet sich der Fokus auch auf journalistische Routinen und Fernsehserien sowie Aspekte der Medienqualität.

Wunden, Wolfgang (Hrsg.) (1998): Freiheit und Medien. Beiträge zur Medienethik. Band 4. Frankfurt am Main.
Der vierte Band widmet sich unterschiedlichen Formen und Ausprägungen der Medienfreiheit. Neben rechtlichen Grundlagen werden ökonomische und ethische Aspekte problematisiert. Zudem werden mediale Anwendungsbezüge am Beispiel von populären Gewaltfilmen und der Fernseh-Unterhaltung diskutiert, wobei auch der Jugendschutz angesprochen wird.

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