| Kurzcharakteristik |
|
|
|
Da in Deutschland auch die publizistische Selbstkontrolle nach dem korporatistischen Politikmuster vollzogen wird, mangelt es ihr bisher sowohl an Transparenz als auch an kritischer gesellschaftlicher Beobachtung. Daraus folgen oft beklagte Wirksamkeitsdefizite, die in übertriebenen oder irreführenden Metaphern wie „Alibiinstanz“ oder „Zahnloser Tiger“ gipfeln. Eine derartige Diffamierung der publizistischen Selbstkontrolle ist gefährlich, weil sie einer stärkeren gesellschaftlichen oder gar staatlichen Kontrolle des Journalismus Vorschub leisten kann. Darum stellt sich der „Verein zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle“ (FPS) die Aufgabe, einer organisierten Kontrolle über den Journalismus zuvorzukommen, indem er die öffentliche Beobachtung der publizistischen Selbstkontrolle auf Dauer stellt sowie auf eine Verbesserung ihrer Transparenz drängt. Die beiden Vorsitzenden des Vereins sind Prof. Dr. Horst Pöttker (Dortmund) und Prof. Dr. Wolfgang R. Langenbucher (Wien) als sein Stellvertreter. Außerdem gehören Prof. Dr. Achim Baum (Osnabrück) und Dr. Christian Schicha (Duisburg) dem Vorstand an. Der Sitz des Vereins ist München. Aus den folgenden Grundsätzen ergibt sich eine Reihe von Zielen und Vorhaben, die an gegenwärtigen Mängeln der publizistischen Selbstkontrolle ansetzen. Eine Behebung dieser Defizite wird an der Notwendigkeit nichts ändern, auch danach über die publizistische Selbstkontrolle permanent einen kritischen öffentlichen Diskurs zu führen. Der „Verein zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle“ wird sich bemühen, diesen Diskurs jenseits von organisierten Interessen anzuregen, auch wenn sich die Programmatik des Vereins im Laufe der Zeit ändern oder sogar – hoffentlich – erledigen mag. |


