Kurzcharakteristik

Publizistische Selbstkontrolle ist die Alternative zu Medienoligarchie und Staatszensur. Wie keine andere Instanz ist die aktive Selbstkontrolle der Medien in ihrer ganzen Breite ein Garant für freie Presse, Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit und publizistische Partizipation. Da aus der Tradition in Deutschland die publizistische Selbstkontrolle nach dem korporatistischen Politikmuster vollzogen wird, mangelt es ihr bisher sowohl an Transparenz als auch an kritischer gesellschaftlicher Beobachtung. Daraus folgt oft ein Mangel an öffentlicher Wahrnehmung ihrer Wirksamkeit und dem öffentlichen Diskurs darüber. Mangelnde gesellschaftliche Präsenz der publizistischen Selbstkontrolle ist jedoch politisch gefährlich, weil dies einer stärkeren gesellschaftlichen oder gar staatlichen Kontrolle des Journalismus Vorschub leisten kann.

Der “Verein zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle” (FPS) stellt sich daher die Aufgabe, die öffentliche Wahrnehmung der publizistischen Selbstkontrolle auf Dauer zu stellen und auf eine Verbesserung ihrer Transparenz zu drängen. Die beiden Vorsitzenden des Vereins sind Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (Ludwigsburg) und Dr. Nina Köberer (Tübingen) als seine Stellvertreterin. Außerdem gehören Prof. Dr. Tobias Eberwein (Dresden) und Angelika Schomann (Dortmund) dem Vorstand an. Der Sitz des Vereins ist München.

Aus den Grundsätzen des FPS ergibt sich eine Reihe von Zielen und Vorhaben, die an der gegenwärtigen publizistischen Selbstkontrolle ansetzen. Übergeordnetes Ziel ist es, über die publizistische Selbstkontrolle einen kritischen öffentlichen Diskurs zu führen. Der “Verein zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle” wird sich bemühen, diesen Diskurs jenseits von organisierten Interessen anzuregen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.