“Ausverkauf des Journalismus” – Neue Studie der Brenner-Stiftung

Eine neue Studie im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung widmet sich den Kooperationen von Medienverlagen mit Lobbyorganisationen. Der freie Jouernalist Marvin Oppong geht darin den Verbindungen zwischen vor allem Leitmedien mit Lobbyverbänden der Wirtschaft nach. Besonders aufmerksam verfolgt er die Berichterstattung in den Blättern der untersuchten Verlagshäuser über just die Veranstaltungen, an deren Konzeption, Gestaltung und Durchführung sie selbst beteiligt sind. Viele Häuser, die im deutschen Blätterwald Rang und Namen haben, finden sich wieder: der Verlag Der Tagesspiegel, der F.A.Z.-Verlag, die Verlagsgruppe Handelsblatt, die Welt-Gruppe / Axel Springer, die „Süddeutsche Zeitung“ bzw. der Süddeutscher Verlag, Die Zeit Verlagsgruppe sowie „Capital“ und der Verlag Gruner + Jahr. Auch wenn die Häuser begonnen haben, eigene Ausgründungen zu schaffen, die sich der Event-Betreuung widmen: journalistische Grundsätze geraten zumindest in Gefahr, die Trennung von Bericht und Werbung, die Unabhängigkit der Berichterstatter und und und – vor allem, wenn Personen aus den Redaktionen plötzlich zu Akteuren auf den Events werden.

OBS-Arbeitspapier Nr. 21: Ausverkauf des Journalismus? Medienverlage und Lobbyorganisationen als Kooperationspartner.
Autor: Marvin Oppong
Veröffentlichungsdatum: 10.03.2016

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