Rügen wegen Verstößen gegen Persönlichkeitsrechte

Der Deutsche Presserat hat im Rahmen seiner jüngsten Sitzung 106 Beschwerden diskutiert und dabei sechs öffentliche und drei nicht-öffentliche Rügen ausgesprochen. Daneben gab es 15 Missbilligungen und 27 Hinweise. In 49 Fällen wurden die Beschwerden als unbegründet erachtet. In sechs Fällen wurde die Beschwerde als begründet angesehen, auf eine Maßnahme jedoch verzichtet.

Eine nicht-öffentliche Rüge erhielt die “B.Z.” für die Berichterstattung über einen schweren Autounfall. Sie hatte mit der Unfallschilderung auch ein Foto eines 32-jährigen Opfers gezeigt. Dieses Foto hatte die Redaktion ohne Einwilligung der Angehörigen aus einem sozialen Netzwerk kopiert und veröffentlicht. Der Presserat erkannte hier einen Verstoß gegen Ziffer 8 (Persönlichkeitsrechte) und die Richtlinie 8.1, Satz 2 des Pressekodex.

Nicht-öffentliche Rügen erhielten zudem “Bild online” und die “Dresdner Morgenpost” für ihre Berichterstattungen unter den Überschriften “Die bizarre Welt des Jonathan H.” bzw. “Toter im Fluss identifiziert: War es ein Manga-Mord?”. Auch diese Beiträge verstießen nach Ansicht des Presserats gegen das Persönlichkeitsrecht. Für einen Beitrag über den Selbstmord eines Jugendlichen kassierte die “Dresdner Morgenpost” überdies eine öffentliche Rüge.

Die “Lünepost” wurde vom Beschwerdeausschuss Redaktionsdatenschutz bereits zum zweiten Mal für die Veröffentlichung eines Fotos gerügt, das eine Szene aus dem Straßenleben der Stadt zeigt. Weitere Rügen kassierten das “PC Magazin”, das “Deutsche Waffenjournal”, die “Bunte” und der “Weser-Kurier”.

Hintergründe zu den aktuellen Rügen erläutert eine Pressemitteilung des Presserats.

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