Bild ruft zu Protest gegen Rüge auf

Die “Bild”-Zeitung hat sich mit ungewöhnlichen Methoden gegen eine Rüge des Deutschen Presserats gewehrt. Unter dem Titel “Diesen Kindesentführer soll Bild nicht mehr zeigen dürfen” erklärte das Boulevard-Blatt in der Ausgabe vom vergangenen Dienstag, warum man trotz einer Rüge der Selbstkontroll-Einrichtung weiter Fotos eines Mannes zeige, der ein Kind entführte und Lösegeld erpresste. Der Presserat hatte sich für den Persönlichkeitsschutz des Täters ausgesprochen.

Die “Bild”-Zeitung rief ihre Leser nun dazu auf, gegen die Rüge zu protestieren:

Ist der Schutz eines Täters wichtiger als die Berichterstattung über eine schwere Straftat? Sagen Sie dem Presserat Ihre Meinung.

In einem Infokasten veröffentlichte das Blatt zudem die Kontaktdaten des Gremiums. Beim Presserat gab es daraufhin einen wahren Ansturm an Anrufen, der dazu führte, dass die Geschäftsstelle zwischenzeitlich nicht mehr telefonisch zu erreichen war.

Weitere Hintergründe berichten unter anderem Bildblog und Frankfurter Rundschau.

Update:

Eine Stellungnahme des Deutschen Presserats findet sich hier!

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