Presserat: 90 Beschwerden, acht Rügen

Die Beschwerdeausschüsse des Deutschen Presserats haben in ihren jüngsten Sitzungen 90 Beschwerden behandelt und acht Rügen ausgesprochen, drei davon nicht-öffentlich. Die Zeitschrift “Viel Spaß” erhielt eine öffentliche Rüge für einen Bericht über den Fußball-Profi Michael Ballack. Die Redaktion hatte unter der Überschrift “Ehe-Drama” spekuliert, ob Ballack ein geheimes Doppel-Leben mit einer anderen Frau führe. Nach Meinung des Presserats war die Berichterstattung nicht durch hinreichende Tatsachen gestützt und verletzte Ballacks Persönlichkeitsrechte.

Wegen Verletzung des in Ziffer 7 Pressekodex festgehaltenen Grundsatzes der klaren Trennung von Redaktion und Werbung wurden die Zeitschrift “Premius” sowie die “Rheinische Post” und die “Bayerische Staatszeitung” gerügt. Die Zeitschrift “Von Frau zu Frau” erhielt eine öffentliche Rüge für die Veröffentlichung eines Fotos in der Rubrik “Tiersprechstunde”, das einen angeblichen “Facharzt” zeigte, der in Wirklichkeit nicht existiert. Drei nicht-öffentliche Rügen erhielten “Bild” (Berlin) und “Bild-Online” für Berichte über Straftaten, die ungepixelte Fotos mutmaßlicher Täter enthielten.

Neben den fünf öffentlichen und drei nicht-öffentlichen Rügen gab es 14 Missbilligungen und 27 Hinweise. Weitere Hintergründe zu den Maßnahmen erläutert eine aktuelle Pressemitteilung des Presserats.

Dieser Beitrag wurde unter Aus den Räten abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Presserat: 90 Beschwerden, acht Rügen

  1. Pingback: Misst der Presserat mit zweierlei Maß? | FPS

  2. Pingback: Bild ruft zu Protest gegen Rüge auf | FPS

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>