“Interessenregister” für den Schweizer Rundfunk?

Bereits seit einigen Wochen wogt in der Schweiz eine lebhafte Diskussion über die Transparenz der Parteizugehörigkeit von Journalisten der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG. Auslöser war die Ankündigung des “Tagesschau”-Moderators Matthias Aebischer, sich für einen bernischen SP-Nationalratssitz zu bewerben. Peter Studer, bis 2007 Präsident des Schweizer Presserats, fasst die Debatte in einer aktuellen Analyse auf Medienspiegel.ch zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem die Frage, ob ein öffentliches “Interessenregister” ein sinnvolles Instrument zur Deklarierung politischer Bindungen sein kann. Studer dazu:

[...] ein vernünftig konzipiertes Register auf den Websites der SRG und ein ebensolches des Verlegerverbands (letzteres ethisch-freiwillig) würde ich als durchaus sinnvoll erachten. Das reicht indes nicht. Heute äussern sich gewisse weltanschaulich oder wirtschaftspolitisch ausgerichtete Vereine und NGOs im öffentlichen Diskurs fokussierter, oft sogar wirksamer als die Parteien: AUNS, Bankiervereinigung, Verkehrsclub Schweiz, Avenir Suisse. Vorstands- oder Sprecherrollen von Journalisten müssten wohl auch deklariert werden. Und Aktienbesitz von Wirtschaftsjournalisten? Ein öffentlicher Striptease würde wohl zu tief in Privatsphären eindringen. Aber Redaktionsleiter müssten davon wissen, um Interessenverflechtungen in der Berichterstattung auszuschliessen. Ein Vermerk im “Interessenregister” würde mindestens bestätigen, dass diese Kommunikation hausintern funktioniert.

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