MedienSpiegel 2017 – Bewerbungsfrist läuft

Im Jahr 2016 wurde die Hamburger Journalistin Alena Jabarine für Ihren Artikel „Kehrt um!“, der am 03.11.2015 in ZEIT Online erschien, mit dem „MedienSpiegel 2016“ ausgezeichnet. Für den Anfang 2017 erneut zu vergebenden Preis werden nun wieder Nominierungen gesucht, über die eine unabhängige Jury von Fachleuten aus den Medien, der Wissenschaft und Medienethik sowie zivilgesellschaftlich relevanten Initiativen entscheidet. Selbstbewerbungen sind nicht möglich.

Vorschläge werden bis zum 15. November 2016 erbeten. Einreichungen in digitaler Form sollen enthalten: Name sowie ggf. Funktion des oder der Vorschlagenden; Name, Funktion oder Bezeichnung der vorgeschlagenen PreisträgerInnen; eine Begründung für den Vorschlag von max. 2000 Zeichen sowie ein Exemplar der auszuzeichnenden Leistung, ggf. auch der Berichterstattung darüber.

Vorschläge per E-Mail an die Vorsitzende der Jury Dr. Nina Köberer unter n.koeberer(at)gmx.de. Für Nachfragen können Sie sich ebenfalls an Frau Dr. Köberer wenden oder an den Vorsitzenden des FPS, Prof. Dr. Matthias Rath (rath(at)ph-ludwigsburg.de).

Der Preis „MedienSpiegel” ist eine Initiative des FPS mit dem Ziel, die mediale Transparenz publizistischer Selbstkontrolle zu erhöhen und zugleich die öffentliche Wahrnehmung zu stärken. Über den „MedienSpiegel“ soll positive Aufmerksamkeit für Medienschaffende, Redaktionen oder Medienhäuser sowie zivilgesellschaftliche Initiativen erzeugt werden, die diese Selbstkontrolle verwirklichen. Ausgezeichnet werden konkrete Produkte, Initiativen und Projekte, die in vorbildlicher Weise die besondere öffentliche Aufgabe der Medien thematisieren, Abweichungen davon kritisieren oder besondere Potenziale im Bereich Best Practice ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Veröffentlicht unter Allgemein, Debatten & Perspektiven, Medienberichterstattung, MedienSpiegel, Selbstkontrolle | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

“Ausverkauf des Journalismus” – Neue Studie der Brenner-Stiftung

Eine neue Studie im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung widmet sich den Kooperationen von Medienverlagen mit Lobbyorganisationen. Der freie Jouernalist Marvin Oppong geht darin den Verbindungen zwischen vor allem Leitmedien mit Lobbyverbänden der Wirtschaft nach. Besonders aufmerksam verfolgt er die Berichterstattung in den Blättern der untersuchten Verlagshäuser über just die Veranstaltungen, an deren Konzeption, Gestaltung und Durchführung sie selbst beteiligt sind. Viele Häuser, die im deutschen Blätterwald Rang und Namen haben, finden sich wieder: der Verlag Der Tagesspiegel, der F.A.Z.-Verlag, die Verlagsgruppe Handelsblatt, die Welt-Gruppe / Axel Springer, die „Süddeutsche Zeitung“ bzw. der Süddeutscher Verlag, Die Zeit Verlagsgruppe sowie „Capital“ und der Verlag Gruner + Jahr. Auch wenn die Häuser begonnen haben, eigene Ausgründungen zu schaffen, die sich der Event-Betreuung widmen: journalistische Grundsätze geraten zumindest in Gefahr, die Trennung von Bericht und Werbung, die Unabhängigkit der Berichterstatter und und und – vor allem, wenn Personen aus den Redaktionen plötzlich zu Akteuren auf den Events werden.

OBS-Arbeitspapier Nr. 21: Ausverkauf des Journalismus? Medienverlage und Lobbyorganisationen als Kooperationspartner.
Autor: Marvin Oppong
Veröffentlichungsdatum: 10.03.2016

Veröffentlicht unter Allgemein, Debatten & Perspektiven, Selbstkontrolle, Wissenschaft | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

“MedienSpiegel” 2016 geht an NDR-Journalistin Alena Jabarine

FPS-Vorsitzender Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (li.) übergibt den "MedienSpiegel" an Alena Jabarine.

Mit dem Medienpreis „MedienSpiegel“ wurde in München der ZEIT-Artikel „Kehrt um!“ der Hamburger Journalistin Alena Jabarine ausgezeichnet. Der „MedienSpiegel“ wird jährlich vom Verein zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle e.V. (FPS) vergeben.

Der Artikel „Kehrt um!“, der am 3.11.2015 in ZEIT Online erschien, erzählt über die menschliche Krise, in die die Journalistin gerät, als sie plötzlich von sich unvereinbar gegenüberstehenden Parteien zur Vermittlung gezwungen wird. Als arabisch sprechende Journalistin wird sie von der Berichterstatterin zur Vertrauten und zur Autorität für Flüchtlinge – und zugleich instrumentalisiert, die flüchtenden Menschen zu bewegen, sich in ein Lager der slowenischen Polizei zu begeben. Unfreiwillig zur Akteurin geworden, bleibt ihr nur noch der Rückzug. Die Erschütterung und die menschliche Tragödie zeigen eine ganz andere Präsenz von Journalistinnen und Journalisten zwischen Berichtspflicht und menschlicher Anteilnahme.

Dieser Beitrag erfüllt nach Meinung der Jury des „MedienSpiegel“ die Kriterien des medienethischen Preises in besonderer Weise: „Aufgezeigt wird ein Rollenkonflikt von allgemein moralischer und rollenspezifischer Perspektive einer Journalistin, wobei auf die öffentliche Rolle von Journalismus und der Schwierigkeit, eine wirklich ‚objektive’ Position einzunehmen, verwiesen wird.“

„Auch Journalisten haben Vorbildfunktion. Menschlichkeit sollte außerhalb ihres Mediums nicht enden. Und wenn sie gefragt ist, muss sie sichtbar werden. So sind das Verhalten und auch das Scheitern der persönlichen Hilfsaktion von Frau Jabarine wichtige Nachrichten in der eigentlichen Nachricht“, heißt es in der Begründung der Jury.

Mitglieder der Jury sind Jörg Armbruster (Journalist), Janina Kalle (Journalistin, Leiterin der AG Medien von Transparency International Deutschland e.V.) und Anton Sahlender (Sprecher der Vereinigung der Medien-Ombudsleute in Deutschland) sowie die Medienethikerinnen Dr. Nina Köberer und Dr. Ingrid Stapf.

Der „MedienSpiegel“ ist eine 2016 erstmals vergebene, künftig jährliche Auszeichnung des Vereins zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle e.V. (FPS). Mit diesem Preis werden Journalistinnen und Journalisten bzw. Redaktionen ausgezeichnet, die durch ihre Medienbeiträge die Leistungen, aber auch die Herausforderungen der publizistischen Selbstkontrolle in der Öffentlichkeit thematisieren und nachvollziehbar machen. Der Preis ist undotiert.

Jury des "MedienSpiegel" 2016 und Preisträgerin (v.l.n.r.): Dr. Ingrid Stapf, Janina Kalle, Dr. Nina Köberer, Prof. Dr. Dr. Matthias Rath, Alena Jabarine, Anton Sahlender.

Veröffentlicht unter Aus dem Verein, Medienberichterstattung, MedienSpiegel, Selbstkontrolle | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

FPS-Jury legt PreisträgerIn des “MedienSpiegel” 2016 fest

Die Jury des “MedienSpiegel“, dem Medienpreis des FPS, hat den/die PreisträgerIn für 2016 festgelegt. Die Bekanntgabe des/der PreisträgerIn sowie die Verleihung des Preises wird am 18.2.2016 in München stattfinden.

Insgesamt sind 13 Vorschläge für den Preis bei der Jury-Vorsitzenden, Frau Dr. Nina Köberer, eingegangen. Die Vorschläge beziehen sich auf Beiträge aus den Medienbereichen Zeitung/Zeitschrift, Fernsehen und Online-Medien.

Die Jury des “MedienSpiegel” hat folgende Mitglieder:

  • Jörg Armbruster (Journalist; bis Ende 2012 Korrespondent der ARD für den Nahen und Mittleren Osten)
  • Janina Kalle (TV-Journalistin NDR; Leiterin der AG “Transparenz in den Medien” von Transparency International Deutschland e.V.)
  • Dr. Nina Köberer (Vorsitzende der Jury; Medienethikerin; Vorstandsmitglied des FPS)
  • Anton Sahlender („Leseranwalt“ der Main-Post und Sprecher der Vereinigung der Medien-Ombudsleute)
  • Dr. Ingrid Stapf (Medienethikerin, Vertreterin der FG Kommunikations- und Medienethik in der DGPuK)
Veröffentlicht unter Allgemein, Aus dem Verein, MedienSpiegel, Selbstkontrolle, Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Ausschreibung des Medienpreises “MedienSpiegel”

Der Verein zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle schreibt einen  Medienpreis für gelungenene Medienberichterstattung aus. Bis zum 15. November sind Einreichungen und Vorschläge möglich.

Der Preis „MedienSpiegel” ist eine Initiative des Vereins zur Förderung der Publizistischen Selbstkontrolle e.V. (FPS) mit dem Ziel, die mediale Transparenz publizistischer Selbstkontrolle zu erhöhen und zugleich die öffentliche Wahrnehmung zu stärken. Über den „MedienSpiegel“ soll positive Aufmerksamkeit für Medienschaffende, Redaktionen oder Medienhäuser sowie zivilgesellschaftliche Initiativen erzeugt werden, die diese Selbstkontrolle verwirklichen. Ausgezeichnet werden konkrete Produkte, Initiativen und Projekte, die in vorbildlicher Weise die besondere öffentliche Aufgabe der Medien thematisieren, Abweichungen davon kritisieren oder besondere Potenziale im Bereich Best Practice ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Details zur Ausschreibung, der Jury und der Zielsetzung des MedienSpiegel finden Sie hier.

Veröffentlicht unter Allgemein, Aus dem Verein, Debatten & Perspektiven, Medienberichterstattung, MedienSpiegel, Selbstkontrolle | Verschlagwortet mit , , , , , | 1 Kommentar

Gibt es den Journalismus der guten Nachricht?

Die fünfte Tagung aus der Reihe „klosterberg 11 – medienTREFFENmönche“ vom 13. bis 15. November 2015 in der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede widmet sich der Frage, ob es einen “konstruktiven Journalismus” geben könne, der nicht ausschließlich Krisen und Katastrophen zeigt, sondern auch Lösungsansätze bietet und das Publikum zur Einmischung ermutigt: “Wie schafft man Aufmerksamkeit für gute Nachrichten, ohne damit in Konkurrenz zu kritischen Themen zu treten und einen naiven Wohlfühl-Journalismus zu betreiben? Nach welchen Regeln könnte ein Journalismus des Guten funktionieren?” Referenten sind Dr. Jost Lübben, Chefredakteur der „Westfalenpost“ (Hagen), und Pater Marian Reke OSB. Details und Anmeldeformular gibt es hier.

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Debatten & Perspektiven | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Presserat: Trennungsgrundsatz häufig missachtet.

Wie der deutschen Pressrat heute in einer Pressemitteilung meldet, wurden auf seinen Beschwerdeausschuss-Sitzungen am 15. und 17. September 2015 wegen schwerer Verstöße gegen den Pressekodex 10 öffentliche Rügen ausgesprochen. Gleich 7 Rügen mussten diesmal wegen des Gebots der klaren Trennung von Redaktion und Werbung ausgesprochen werden. Neben diesen 10 öffentliche Rügen wurden 19 Missbilligungen und 37 Hinweise ausgesprochen. 12 Beschwerden wurden als begründet bewertet, auf eine Maßnahme wurde jedoch verzichtet, 70 Beschwerden wurden als unbegründet erachtet.

 

Veröffentlicht unter Aus den Räten | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Werberäte legen Jahresbilanz vor

Fast zeitgleich haben die Selbstkontrolleinrichtungen der Werbewirtschaft in Deutschland und Österreich ihre Arbeitsbilanz für das Jahr 2013 vorgelegt. Für den Deutschen Werberat lässt sich die Entwicklung der Beschwerdearbeit vor allem in drei übergeordneten Trends bündeln: “Mehr Beschwerden, mehr kritisierte Werbekampagnen, mehr Proteste von Frauen” hätten die Aktivitäten der Institution in Berlin im zurückliegenden Jahr dominiert. Insgesamt seien 1.350 Beschwerden über 522 Werbemaßnahmen diskutiert worden.

Eine detaillierte Statistik mit weiteren Informationen zur Arbeit des Deutschen Werberates ist online abrufbar. Eine gedruckte Version des “Jahrbuchs Deutscher Werberat 2014″ ist für 5 Euro (zzgl. Versandkosten) zu beziehen über: Verlag edition ZAW, Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin, zaw@zaw.de.

Der Österreichische Werberat stellt seinen “Geschäftsbericht 2013″ im PDF-Format auf seiner Webseite zur Verfügung. Dort findet sich neben einer Zusammenfassung der zurückliegenden Arbeit auch ein Ausblick auf das “Wahljahr 2014″, das für die Wiener Einrichtung mit Neubesetzungen des Präsidiums, des Vorstands und schließlich auch des Entscheidungsgremiums geprägt ist.

Veröffentlicht unter Aus den Räten, International | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Symposium des Werberats: “Discrimination sells?!”

“Discrimination sells?! — Werbeethik und Werbekritik heute“ lautet das Thema eines Symposiums, das der Österreichische Werberat gemeinsam mit dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien organisiert. Ziel ist es,  einen kritischen Dialog zwischen Werbetreibenden, Kreativen, Wissenschaftlern und Zivilgesellschaft zu ermöglichen und dabei Alternativen zum Mainstream zu denken. Die Veranstaltung findet am kommenden Donnerstag, 27.2.2014, ab 9 Uhr in den Räumlichkeiten des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft statt. Weitere Informationen — ebenso wie das vollständige Programm — finden sich hier.

Veröffentlicht unter Aus den Räten, International | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Pressekodex goes online

Der Deutsche Presserat rüstet sich für das digitale Zeitalter — und hat deswegen damit begonnen, den Pressekodex mit Blick auf online-spezifische Darstellungsformen und Begrifflichkeiten zu überarbeiten. Dafür wurde eine Arbeitsgruppe mit Online-Experten eingesetzt, an deren Diskussionen sich auch der Verein zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle (FPS) beratend beteiligt. Bislang wurde der Pressekodex, der ursprünglich für die Print-Berichterstattung entwickelt wurde, eins zu eins auf Veröffentlichungen angewandt, die online erscheinen.

Auf der Jahrespressekonferenz des Presserats in Berlin zog Sprecherin Ursula Ernst eine erste Zwischenbilanz: „Bei der grundsätzlichen Bewertung machen wir keinen Unterschied, ob ein journalistischer Beitrag print oder online veröffentlicht wird. Aber die Zunahme von Beschwerden, unter anderem zu Leserkommentaren und Online-Archiven, zeigt, dass wir die Publizistischen Grundsätze an einigen Stellen ergänzen sollten, um den digitalen Veröffentlichungsformen besser gerecht zu werden.“

Weitere Trends in der Beschwerdearbeit fasst der Presserat in einer Mitteilung auf seiner vollständig erneuerten Webseite zusammen. Dort findet sich auch ein ausführlicher Jahresbericht mit zahlreichen Statistiken zu den Entscheidungen in den Beschwerdeausschüssen im Jahr 2013.

Veröffentlicht unter Aus dem Verein, Aus den Räten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar